Geschichte des TSV 1875 Bonames
1814-1875
DievAnwesenheit Friedrich Ludwig
Jahns 1814 in Frankfurt gab Anregung für die Turnkunst. Adolf
Diesterweg, Lehrer an der Musterschule, machte die Bekanntschaft Jahns, und
in einer Einladungsschrift
vom 28. Juni 1815 ist zu lesen:
"Am Mittwochabend nach beendigten
Prüfungen werden die Herren
Diesterweg und Jahn mit ihren Schülern in der Turnkunst eine kleine
Prüfung im Garten der
Musterschule veranstalten."
In dem Lehrplan des Waisenhauses finden wir bereits 1815
Schwimmunterricht und
gymnastische Übungen, und im Lehrplan von 1820 erscheint zum
ersten Mal die Bezeichnung "Turnübungen".
1834 gründete Ravenstein einen Turnverein für
Erwachsene, dem 1836 die
Schüler des "Clässer Turnvereins" beitraten. Am 15.
3. 1841 fand das
erste Schauturnen statt und im gleichen Jahr das erste Wetturnen von 9
Turnern 4 davon kamen aus Hanau. Aus diesem Keim entwickelten sich die
„später so
bedeutenden mittelrheinischen Kreisturnfeste.
Das erste Feldbergfest fand am 23. Juni 1844 statt, an dem ca. 100
Turner aus
Frankfurt teilnahmen. 5000 bis 6000 Menschen waren auf dem Berg
versammelt,
darunter viele Sänger und Musiker.
Auf Einladung des schweizerischen Turnvereins St. Gallen schickte
Frankfurt 1844
zwei Turner zum Eidgenössischen Turntest nach St. Gallen. Das
am 7. November
1847 in Bergen stattfindende Turntest hatte bereits entschieden
politischen
Charakter: "Tod den Tyrannen - hoch die deutsche Einheit".
Im März 1848 - nach den Februarereignissen in Paris - brach
die deutsche
Revolution aus. Eine starke Beteiligung engagierter Turner ist aus den
Sturmjahren 1848/49 nicht wegzudenken.
Die Turngemeinde, die sich inzwischen in Frankfurt gebildet hatte,
wurde von dem Senat verboten. Eine Wiedergründung fand am 18. April 1848
statt, nachdem am 2.
April in Hanau der erste deutsche Turntag durchgeführt wurde.
Auf diesem
Turntag kam es zur Gründung des Deutschen Turnerbundes. Etwa
40 Turngemeinden
hatten Abgeordnete geschickt. Die Turner Süddeutschlands
forderten politisches
Engagement für die Republik, die Mehrheit war jedoch liberal
und konstitutionell monarchistisch eingestellt. Einmütigkeit
bestand jedoch darin,
für die Einheit des deutschen Volkes jederzeit einzutreten.
Als Ziele des Deutschen Turnerbundes wurden proklamiert: Erringung der
deutschen Einheit, die Hebung des Brudersinnes und die Förderung der
körperlichen und
geistigen Kräfte des Volkes. Der Zusammenschluss der
Turnvereine war somit
organisatorisch vollzogen.
Die nicht einheitliche politische Grundauffassung führte zu
Auseinandersetzungen, die sich auch auf die Turngemeinde Frankfurt
auswirkten,
die mit Mehrheit dem Hanauer Turnerbund anhing. Es bildete sich eine
Turngesellschaft. Nachdem mehrere Versuche, die beiden Vereine wieder
zusammenzuführen, fehlschlugen, erfolgte im Januar 1852 die
Auflösung der
Vereine. 1857/58 wurden der "Turnverein Sachsenhausen" und 1860 der
"Frankfurter Turnverein" gegründet. Beide Vereine ,
beteiligten sich
bereits 1860 in Coburg am 1. Deutschen Turntest, wo auch die
Vereinigung aller
Turnvereine zur Deutschen Turnerschaft vollzogen wurde. In Bornheim
entstand zur
gleichen Zeit die "Bornheimer Turngemeinde". Anlässlich der
50jährigen Gedächtnisfeier 1861 zur
Begründung des deutschen Turnens in
Berlin zogen die Frankfurter Vereine zusammen mit den Vereinen von
Bornheim,
Bockenheim, Hausen, Hanau, Nieder- und Oberrad und Sprendlingen in
geschlossenem
Umzug von der Stadtbibliothek zum Oberforsthaus-, man hielt eine
Festrede und
führte ein Schauturnen vor. Gesangvereine sangen patriotische
Lieder.
In unmittelbarer Nachbarschaft zu Bonames wurde 1860 der Turnverein
Heddernheim
gegründet. Es dauerte noch 15 Jahre, bis sich in Bonames in
dieser Hinsicht
etwas tat.
1875-1890
In den ersten Tagen des
Jahres 1875 gründeten 18 junge Männer den
Turnverein Bonames. Zu den Gründern gehörten die
damaligen Bonameser
Bürger: Heinrich Ripps , Lebrecht Mathes, Wilhelm
Reuß, Johannes Schneider,
Johannes Lang, Wilhelm Mathes, Georg Söngen, Adam Launhardt,
Theodor Hergert,
Georg Heck. Der erste Turnwart des Vereins war Theodor Hergert.
Der Verein trat dem Maingau und der Deutschen Turnerschaft bei. In den
beiden ersten Jahren des Bestehens kam der junge Verein über die
Anfangsstadien der
Turnerei nicht hinaus. Schon nach Ablauf dieser kurzen Zeitspanne wurde
die Lage kritisch, da sich die Mitgliederzahl durch Austritt und Wegzug auf 10
verminderte. Im Herbst 1878 traten der später als "Vater
Mathes" in
der Vereinsgeschichte bekannt gewordene Jacob M a t h e s sowie ein
damals hier
beschäftigter turnbegeisterter Handwerksgeselle, Valentin K n
e ß, dem Verein
bei. Von diesem Tag an war ein Aufblühen des Vereins zu
verzeichnen,
insbesondere, weil sich anfangs der 80er Jahre auch die beiden
hervorragenden
Turner, die Brüder Johannes und Georg M a t h e s , mit dem
oben erwähnten
Jacob Mathes zu angesehenen "Preisturnern" entwickelten. Sie brachten
für den Verein in der Folge mehrere ansehnliche Siege nach
Hause.
Geturnt wurde in den ersten sechs Jahren in dem Garten und der Halle
der Wirtschaft "Zur Windmühle", in den späteren
Jahrzehnten im Garten
der Wirtschaft "Zur Goldenen Gerste", dann im"Klopp'schen
Garten" - der späteren Wirtschaft "Zum Taunus", der Heinrich
Grommet gehörte, dem heutigen Haus Am Burghof Nr. 39.
Schon 1880 besuchte man das Gauturnfest in Kesselstadt bei Hanau, wo
Jacob Mathes einen ersten Sieg erringen konnte.
Als weitere erfolgreiche Turner der damaligen Zeit wären zu
nennen:
Ferdinand Launhardt, Georg Reuß, Jacob Reuß,
Heinrich Ripps, die Brüder Rehfeld, Hektor Jordan und Georg
Götzinger
Beim 5. Deutschen Turnfest 1880 in Frankfurt am Main beteiligten sich an den
allgemeinen Freiübungen 27 Bonameser Turner. Dies
führte zu einer weiteren
Belebung des Vereins, so dass der Verein bereits am 27. Juni 1881 seine
Fahnenweihe abhalten konnte. In den ersten Jahren nach der
Gründung erhielt der
Verein praktische Anleitungen von Turnern des TV Heddernheim und der
Turngemeinde Bornheim, mit denen der Bonameser Verein lange Jahre
freundschaftliche Bindungen pflegte. Diese Zusammenarbeit zahlte sich
dadurch
aus, dass Johannes Mathes auf dem Leniabergfest bei Mainz 1884 und auf
dem Feldbergfest 1885 1. Sieger wurde.
Sangesfreudige Turner, die im Turnverein ihre Sangeslust nicht voll
entfalten
konnten und denen anscheinend der damals bestehende Gesangverein
"Eintracht" von 1860 nicht die richtige Heimstätte bot,
gründeten
1884 den Gesangverein"Liederkranz", mit dem vor allem in
früheren
Jahren eine enge Bindung bestand.
1890-1900
Anfang der 90er Jahre schied der Verein aus der Deutschen Turnerschaft aus
und trat dem Main-Taunus-Bund bei, aus dem später der Gau
Nassau entstand.
Während dieser Zeit fand das erste und einzige Gauturnfest des
wilden Gaues Nassau 1899 in Bonames statt, bei dem der langjährige Turnwart
des Vereins, Georg Götzinger, 1. Sieger wurde. Erwähnt sei noch,
dass der Bonameser
Turnvater Mathes einige Jahre im Main-Taunus-Bund als Bundesturnwart
fungierte.
Dieser Verband fand keine Aufnahme in der Deutschen Turnerschaft, und
sämtliche Vereine traten dann geschlossen zum Main-Taunus-Gau über und
kehrten damit wieder zur Deutschen Turnerschaft zurück. Diese Vorkommnisse
und persönliche Reibereien waren wohl die Ursache, dass eine Zahl tatkräftiger
Turner aus dem Verein ausschieden und mit anderen 1895 die "Turngesellschaft Bonames"
gründeten.
Der neue Verein, der sofort nach seiner Gründung dem
Main-Taunus-Gau beitrat,
entwickelte sich bei guter Leitung, großem Eifer und
Opferbereitschaft seiner
Mitglieder in den ersten Jahren seines Bestehens gut, so dass er schon
im Jahre 1900 seine Fahnenweihe abhielt und ihm vom 12. bis 14. Juli 1902 das
17. Gaufest
des Main-Taunus-Gaues übertragen wurde. Dies nahm einen
überaus glänzenden
Verlauf, und es war wohl die größte Festlichkeit,
die je in Bonames abgehalten
wurde.
Während des raschen Aufblühens der Turngesellschaft
trat eine Periode der
Stagnation für den Turnverein ein, die erst dann zum
Stillstand kam, als die
überwiegende Zahl der Mitglieder der Turngesellschaft den Weg
zurück zum
Turnverein
fand.
1900-1914
Im Jahre 1900 wurde auf
der Festwiese an der Nidda das 25jährige Bestehen
des Vereins unter großer Beteiligung anderer Ortsvereine
gefeiert. 1904
beteiligte sich der TV erstmals wieder am Kreisturnfest des 9. Kreises
Mittelrhein in Hanau durch Stellen einer Musterriege. 1905
übernahm Heinrich F
a u 1 d r a t h den ersten Vorsitz des Vereins, Jacob Mathes wurde,
nachdem er
über 25 Jahre dem Verein vorgestanden hatte, zum
Ehrenvorsitzenden ernannt.
Viele Turner nahmen 1908 am 11.
Deutschen Turntest in Frankfurt am
Main teil,
über ihre Erfolge ist leider nichts bekannt. 1913 wurde das
Spicherer Bergfest
bei Saarbrücken besucht. Jacob Götzinger wurde 16.
und Bernhard Schmidt 17.
Sieger, letzterer wurde auf dem Gaufest 1914 in Kelkheim 1. Sieger im
Stabhochsprung.
1914-1918
In dieser Zeit musste das
Turnen zwangsläufig unterbrochen werden. 89
Mitglieder des Vereins nahmen am 1. Weltkrieg teil, 16
Turnbrüder sind
gefallen. Auch der Vereinsbetrieb ruhte während dieser Zeit.
Der letzte ordentliche Jahresabschluss 1914 weist ein Guthaben von Goldmark 570,21
aus. In der Folgezeit wurden "Liebesgaben an die Turnbrüder, die im
Felde standen", verschickt.
1918-1925
Das Vereinsleben blühte wieder auf. Am 10. August 1919 veranstaltete man
ein Gartenfest, das ein großartiger Erfolg gewesen sein muss,
denn unter den Einnahmen sind verzeichnet:
Extrabeitrag
Turner M 206,-
Karussell M 100,-
Eintritt M 99,60
Tanz M 110,45
Tombola M 302,-
Schießstand M 120,60
Ausgaben: Tombola M 190,- /Musik M 120,-
Aus dem Überschuss wurden ein Schleuderball, ein Speer, ein
Sprungseil sowie 2
Gewehre für den Schießstand angeschafft. Jacob
Götzinger erhielt die erste
Vergütung für die Vorturnerstunde und nahm an den
Süddeutschen
Meisterschaften, dem Feldbergfest und dem Gaufest teil. Das erste
Abturnen nach
dem Kriege fand am 12. Oktober 1919 und der traditionelle
Weihnachtsball am 26.
Dezember statt. Mit Eintritt, Tanz und Tombola sowie einer
Tellersammlung werden
M 810,10 eingenommen. Am Jahresende hat der Verein einen Kassenbestand
von M
1242,13. 1919 wurde durch den Lehrer Siefert die Damenabteilung
ins Leben
gerufen.
Jacob Götzinger erzielte 1920 großartige Erfolge im
Waldlauf, einen 1. Sieg im
Hochsprung und belegte im Stabhochsprung bei den Süddeutschen
Meisterschaften einen zweiten Platz.
In den Jahren nach dem 1. Weltkrieg, 1919 bis 1920, bildete sich im
Turnverein
eine Fußballmannschaft, die aber in der Folgezeit innerhalb
der Deutschen
Turnerschaft kaum noch Spielgegner finden konnte. So trennte man sich
kameradschaftlich und gründete einen eigenen Verein, den
heutigen Sportverein
1920 Bonames.
1920 wurden die ersten Trommelreifen, Trommelfelle, Stöcke und
eine Konzerttrommel angeschafft. Hannes und August Spöther waren
die ersten
Trommler, Jacob und Julius Götzinger die ersten Pfeifer. Die
Spielleute
empfingen die Bonameser Turner, die von Wettkämpfen
zurückkehrten, an der
Ortsgrenze und begleiteten sie in den Ort.
1921 übergibt Herr Triinus die Kasse an unser heutiges
Ehrenmitglied
Heinrich Schneider, der viele Jahre die Kasse des Vereins
führte..
Die verbliebenen Mitglieder der Turngesellschaft übergaben
durch Wilhelm Ripps
auf dem Weihnachtsball 1921 dem Turnverein ihre Fahne zum dauernden
Eigentum.
Diese wurde von Turnvater Mathes mit dem Gelöbnis
entgegengenommen, sie dem
Turnverein weiterhin als heiliges Vermächtnis in echtem
Turnergeiste in guten
und schlechten Tagen voranzutragen. Die Fahne wurde umgestickt, 1969
renoviert
und ist noch heute eine der schönsten Fahnen des Hessischen
Turnverbandes.
1922 beteiligten sich die Brüder Jacob und Georg
Götzinger erfolgreich am
Kreisturnfest in Aschaffenburg.
Es kam die Zeit der Inflation.
Der Weihnachtsball 1922 erbrachte eine Einnahme von M 26 880,-, wovon
für die
Musik M 6240,- und die Vergnügungssteuer M 7936,- abgingen.
Trotz dieser Zeit
stand das Jahr 1923 ganz im Zeichen des 13. Deutschen Turnfestes in
München,
das von 30 Vereinsangehörigen besucht wurde. 5 Turner
beteiligten sich am
Wettkampf, doch nur der jüngste - Julius Götz1nger -
konnte einen 36. Sieg im
Fünfkampf erringen. Da im Kassenbuch keine Kosten für
das Deutsche Turnfest
ausgewiesen sind, ist anzunehmen, dass alle Teilnehmer diese selbst
bestritten
haben.
Das Münchener Fest war über das Turnerische hinaus
von Bedeutung, da es das
erste Fest nach dem Zusammenbruch 1918 war. Dreihunderttausend Turner
marschierten im Festzug, darunter eine große Zahl aus den
besetzten Gebieten,
die trotz Verfolgung den Weg nach München fanden. Sie waren
bereit, den
Wiederaufbau zu vollziehen und ihre Treue zum Vaterland unter Beweis zu
stellen.
Die Inflation weitete sich aus. Eine ordentliche Kassenführung
war nicht mehr
möglich. Einige Auszüge aus dem Kassenbuch zum
besseren Verständnis:
Das Gartenfest erbrachte eine Einnahme von M 23 620 000,-. Die
Vergnügungssteuer holte sich DM 10 251 000,-. Das Meldegeld
für das
Rhönturnfest betrug M 43 000,- und das für das
Feldbergfest M 610 000,-.Zum
Rhönturnfest begleitete die Wanderriege in einer
2-Tages-Wanderung die Turner
zur Wasserkuppe.
1923 übernahm Paul Rahner, von Heddernheim kommend und in
der
neuentstandenen Kriegsbeschädigten-Siedlung wohnend, den
Aufbau und die Leitung
des Spielmannszuges, der 1925 zum 50. Jubelfest des Vereins seinen
ersten
großen Auftritt hatte.
Dem Spielmannszug gehörten an:
Hannes und August Spöther, Fritz Hartwig, Heinrich Link, Klaus
Löffert,
Heinrich Bender, Valentin Göbel, Fritz Ruppel, Wilhelm Ruppel,
Georg Götzinger,
Hermann und Heinrich Launhardt, Johann Kreß und Rudi
Küller. Beim Gaufest 1924
in Kalbach wurde Georg Götzinger 1. Sieger im 12Kampf der
Oberstufe 11.
Erstmals nahmen 2 Turnerinnen im 9-Kampf an den Wettkämpfen
teil, und zwar Erna
Kuchler und Anna Wildt. In all diesen Jahren tauchen auch die
Namen
Fritz Mathes, Hugo Wi1dt und Georg Lücker immer wieder
auf.
1925-1933
Vom
4. bis 6. Juli 1925
feierte der Verein sein 50jähriges Jubiläum,
verbunden mit dem 40. Gaufest des Main-Taunus-Gaues. Die
örtliche Festleitung
lag in den Händen von:
Jacob Mathes, Heinrich Fauldrath, Hugo Wildt, Max Trimus, Robert
Haß,Andreas
Hamm, Wilhelm Ripps, Fritz Melzer, Georg Götzinger
sen.,Ferdinand Launhardt,
Karl Engelhardt, Theodor Becker.Ständige Ärzte auf
dem Festplatz waren das
Vereinsmitglied Dr. von der Heyden und Herr Dr. Zimmermann.Die
Vorstandsmitglieder im Jubiläumsjahr 1925 waren:
Ehrenvorsitzender: Jacob Mathes, geschäftsführender
Vorsitzender: Heinrich
Fauldrath, Werbewart: Robert Heß, 1. Schriftwart: Fritz
Müller, 2.
Schriftwart: August Weckbach, 1. Kassierer: Heinrich Schneider, 2.
Kassierer:
Michel Boll, Turnwart für volkstümliches Turnen:
Jacob Götzinger, Turnwart
für Männer- und Frauenturnen: Georg
Götzinger, Jugendwart: Georg Lücker,
Leiter der Schüler- und Schülerinnenabteilung: Karl
Wahl, 1. Schwimmwart:
Fritz Melzer, 2. Schwimmwart: Fritz Mathes,Spiel- und Wanderwart: Hugo
Wildt,
Zeugwarte: Georg Spöther und Philipp Richter.
Der Verein hatte zu dieser Zeit 275 Mitglieder.
Das Jubiläums- und Gaufest beeinflusste stark das Vereinsleben
in den kommenden
Jahren.
Neben den Gaufesten, Waldläufen und dem Feldbergfest besuchte
man am 15. Juni
1926 mit Turnerinnen und Turnern das Kreisturnfest in Landau.
Vereinsinterne Veranstaltungen waren neben dem Gartenfest das Abturnen
und der
Weihnachtsball.
Fränzi Wahl besorgte 1926 ein Rollenbuch, und beim
Weihnachtsball dieses Jahres
wurde zum ersten Mal Theater gespielt.
Die Vorturnerstunden wurden eifrig besucht von Hermann Reck, Karl Wahl
und den
Gebrüdern Götzinger.
Am 13. Juli 1928 erhält der Ehrenvorsitzende Jacob Mathes
für seine 50jährige
Mitgliedschaft ein Jahnkissen.
August Küster und Hugo Wildt bemühen sich sehr um das
Vereinsgeschehen.
Erstmals wird ein bezahlter Turnlehrer (Blankenberg) angestellt. Das
14.
Deutsche Turntest wird 1928 besucht. Aktiv nahm u. a. Georg
Götzinger an den
Wettkämpfen teil und kehrte als Sieger nach Hause. 1929
verstarb der letzte
Gründer, Wilhelm Reuß , in Falkenstein. Jacob Mathes
erhielt den Ehrenbrief
der Deutschen Turnerschaft. Beim Weihnachtsball wurde erstmals eine
Vorführung
mit elektrisch beleuchteten Keulen gezeigt, die man vom TV Griesheim
ausgeliehen
hatte. Auch der erste Maskenball wurde in diesem Jahr veranstaltet. Man
fuhr nun
regelmäßig mit
dem Lastauto zum
Feldbergfest.
Der Wunsch nach einer eigenen Turnhalle mag schon lange die
Diskussionen in den
Vorstandssitzungen belebt haben, als man sich 1930 entschloss, ein
eigenes Haus
zu bauen. Vom Waisenhaus wurde ein Turnplatz in Erbbaupacht erworben.
Nachdem
die Franzosen als Besatzungsmacht Mainz verließen, wurde am
6. August 1930 eine
Militärbaracke in Mainz-Kostheim zum Preis von RM 1650,-
gekauft. Es war die
Zeit der großen Arbeitslosigkeit. Ohne Entgelt, nur
für die Verpflegung,
fuhren die Mitglieder Georg und Jacob Götzinger, August
Geißler, Seppel Kalb,
Friedel Fink, Heinrich Schneider, August und Hannes Spöther,
Paul Rahner, Rudi
Küller, August Küster und August Weckbach zwei Wochen
nach Mainz, um die Halle
abzubauen. Für die Verpflegung dieser Männer wurden
RM 342,- ausgegeben.
Am 27. September 1930 wurde der Grundstein gelegt. Im Sommer 1932 stand
die
Turnhalle, die fortan bis zum 2. Weltkrieg dem Verein als Heim- und
Übungsstätte zur Verfügung stehen sollte.
Am 3. Mai 1933 wurde der Deutschen Turnerschaft gemeldet:
Bausumme der Halle mit Nebenanlagen und Geräteeinrichtung RM
15 000,- Durch
Eigenleistung vom Verein aufgebracht RM 10 600,-
Stiftungen RM 1 900,-
Schulden RM 2 500,-
Größe des Platzes mit Halle ca. 1200 qm.
Der Verein turnte wöchentlich 18 und die Bonameser Schule 16
Stunden in der
Halle.
Die Turnhalle wurde 1934 von dem Bonameser Maler Friedrich Fauldrath in
Öl
gemalt. Das Bild wurde als Jubiläumsgeschenk an Jacob Mathes
überreicht. Es
hängt heute als Erinnerungsstück im
Geschäftszimmer des Vereins in der
Turnhalle
Bonames.
1933-1939
Am
19. Februar 1933 fand
in der Bonameser Turnhalle ein Geräte-Mannschaftskampf der TV
Weißkirchen, Niederursel und Bonames
statt.
Für Bonames turnten: Elisabeth Bauer (16) ,
Gerdi
Blöchinger (18),
Gretel
Zimmermann (19), Wilhelm
Göbel (22 J.), Heini
Kespohl (22 J.),
Georg Götzinger
(33 J.)
und Fritz Mathes (40 J.).
Mit der Machtergreifung
durch die Nationalsozialisten 1933 brach auch für
den TV eine neue Zeit an. Die Leibesübungen blieben von dem
politischen
Einfluss der Machthaber nicht verschont und wurden ein untrennbarer und
grundlegender Bestandteil der nationalsozialistischen Gesamterziehung.
Die NSDAP
forderte eine einheitliche Führung und Organisation auf allen
Gebieten. Der
Vorsitzende der Deutschen Turnerschaft, NEUENDORF, musste bereit auf
dem 15.
Deutschen Turntest 1933 in Stuttgart die Leitung des Festes a den
SA-Gruppenführer von Tschammer und Osten, den
späteren Reichssportführer,
abtreten.
Am Deutschen Turnfest in Stuttgart nahmen teil:Georg
Götzinger,
Wilhelm Göbel, Gerdi
Blöchinger, Heini Kespohl und Julius
Götzinger als Wettkämpfer und August Küster
als Festbesucher. Auch die
Vereinsführung musste sich der neuen Zeit anpassen, und so
kaufte man am 29.
April 1933 (9 Tage nach "Führers Geburtstag") eine
Hakenkreuzfahne
für RM 3,- . Das Vereinsleben ging weiter. Zu Himmelfahrt
wurde, wie in den
Jahren zuvor, die Götzwanderung durchgeführt.
Heini Kespohl , ein hervorragender Geräteturner, der leider im
2. Weltkrieg
gefallen ist, sowie Friedel F i n k besuchten eifrig die
Vorturnerstunden.
Am 9. März 1934 wurde der Reichsbund für
Leibesübungen gegründet. Diese
Gleichschaltung war zunächst nur eine
äußere organisatorische Angelegenheit.
1935 ging die Deutsche Turnerschaft wie alle anderen sporttreibenden
Verbände
im Reichsbund für Leibesübungen auf und wurde zu
einem Fachamt Geräteturnen,
Gymnastik und Sommerspiele degradiert. Der große und
mächtige Verband der
Deutschen Turnerschaft, reich an Mitgliedern und
Besitzvermögen, der das
Handballspiel in Deutschland eingeführt hatte und viele Arten
der
Leibesübungen pflegte, existierte nicht mehr.
1935 fuhr Georg Götzinger zum Turntest nach Coburg. Am
Turnfest in Saarbrücken
nehmen Gerdi Blöchinger, Marie Knäble und Heini
Kespohl teil.
Das 60. Jubeltest wurde gefeiert. Auf dem Weihnachtsball erhielt Georg
Götzinger das Jahrbuch der Turnkunst als Geschenk des Vereins.
1936 nahm man am
Feldbergfest, dem Rhönturnfest und den Lorsbachkampfspielen
teil und
unterstützte die Deutsche Sporthilfe durch Kauf einer
Olympia-Sammelglocke.
Gretel Zimmermann besuchte die "Dietstunde", eine Schulung zur Bildung
und Förderung des deutschen Volkstums.
Am 24. Mai 1936 verstarb Heinrich Fauldrath, der den Verein 31 Jahre
vorbildlich
geführt hatte. Sein Nachfolger wurde Ernst Hasemann.
In Breslau, der alten deutschen Stadt im Osten des Reiches, fand 1938
das
Deutsche Turn- und Sportfest statt. Es war kein Deutsches Turnfest mehr
im Sinne
der einstigen Deutschen Turnerschaft, sondern geprägt von dem
allumfassenden
nationalsozialistischen Führungsanspruch, wurde die "Deutsche
politische
Leibeserziehung" demonstriert. An den Wettkämpfen dieses von
hunderttausend Turnern besuchten Festes nahmen von unserem Verein teil:
Georg und Anna Götzinger, Heini und Gerdi Kespohl
(Blöchinger), Ernst Hasemann,
Konrad Heß, Marie Knäble und Willi
Schneider.
1939-1945
Als
man sich im Juli 1939
auf dem Feldberggipfel zum Wettkampf traf, ahnten
viele, dass es für manchen das letzte Feldbergfest sein
würde.
Am 1. September brach der 2.Weltkrieg aus, in dessen Verlauf 52
Mitglieder des
Vereins ihr Leben lassen mussten.
Der Turnbetrieb wurde eingestellt, die Turnhalle später mit
Gefangenen belegt.
Es wurde eine Handballabteilung für Frauen gegründet,
die unter der Betreuung
von August Kirchner Rundenspiele und Turniere bis 1944
durchführte. 1942 wurde auf Veranlassung der Partei der
Zusammenschluss des TV
mit dem Sportverein zur Turn- und Sportgemeinschaft 1875 Bonames
durchgeführt.
Am 15. Oktober 1942 verstarb Turnvater Jacob Mathes. Die wenigen
Männer, die
damals noch zu Hause waren, trugen mehr als einen Ehrenvorsitzenden zu
Grabe. 64
Jahre war er der Initiator des Vereins. Der Niedergang des Turnens, der
Krieg
mit seinem ungewissen Ausgang, der Zusammenschluss und andere
Vorgänge mögen
Veranlassung gewesen sein, ihm die 1881 geweihte Fahne des Turnvereins
in das
offene Grab zu legen.
Am 22. März 1944 wurde die Turnhalle des Vereins "durch
Feindeinwirkung", wie es in einem Auszug des Amtsgerichts zu lesen ist,
zerstört und mit ihr das Vereinsregister und viele Unterlagen.
Die letzte
Eintragung im Kassenbuch erfolgte am 4. September 1944 mit einer
Ausgabe von RM
8,50 für Auslagen August Kirchner.
1945-1947
Am
25. März 1945
stießen die Amerikaner, von Sachsenhausen kommend, auf
die Innenstadt vor. Die Mainbrücken wurden gesprengt. Einer
Einheit gelang es,
am 26. März über die beschädigte
Friedensbrücke zum Hauptbahnhof
vorzustoßen, der durch einen deutschen Gegenstoß
zunächst zurückerobert,
aber nicht gehalten werden konnte. Am Mittwoch vor Ostern, dem 28.
März, war
Frankfurt besetzt. Von Preungesheim kommend, drangen die Amerikaner in
Bonames
ein. Viele Bewohner unterbrachen ihre Ostervorbereitungen, um sich die
"Befreier" anzuschauen. Man zeigte die weiße Fahne.
Gegen Ende des Jahres, genau am 1. Oktober 1945, wurde die
Sportgemeinschaft
Bonames gegründet. Am 22. November 1945 fand in der "Goldenen
Gerste"
die erste Generalversammlung statt. Die Mitglieder Lücker,
Spuck und Becker
übernahmen die von der Besatzungsmacht verlangte politische
Bürgschaft.
1.Vorsitzender wurde Karl Spuck, Obmann für Fußball
Georg Langenberger, für
Turnen und Handball August K i r c h n e r. Bereits im
Frühjahr 1946 begannen
die ersten Handballspiele in der B Klasse Kreis Frankfurt. Zwei
Männermannschaften und eine Jugendmannschaft wurden aufgebaut.
Leo Weber, Georg
Hohmann und Hugo Nikot waren die herausragenden Vertreter der
Handballabteilung,
die 1956 die Meisterschaft errang und den Aufstieg in die A-Klasse
vollzog.
1947-1952
Von 1947-1950 führte Georg Langenberger den Vorsitz im Verein. 1948 wurde
eine Neufassung der Satzung vorgenommen, und im § 1
heißt es:
"Die Gemeinschaft führt den Namen Sportgemeinschaft Bonames.
Sie ist hervorgegangen aus folgenden Vereinen:
Turnverein 1875 Bonames, Freie Turnerschaft Bonames 1919
(angeschlossen der Deutschen Turnerschaft bzw. dem Arbeiter-Turn- und
Sportbund), Sportverein 1920 Bonames (Mitglied des Südd.
Fußballverbandes).
Der Turnverein 1875 und der Sportverein 1920 wurden 1933 dem Deutschen
Reichsbund für Leibesübungen und später dem
NS Reichsbund für Leibesübungen
angeschlossen und im Jahre 1942 zur Turn und Sportgemeinschaft 1875
Bonames vereinigt."
Ab 1947 wurde in der alten Turnbaracke der Schule wieder geturnt,
nachdem Mitglieder der Handballabteilung die Fenster neu verglast und die
Baracke benutzbar gemacht hatten.
Hanna Fiebig war der Motor der Turnabteilung-, alle Hindernisse
überwindend, immer wieder einen Weg findend, gestaltete sie die turnerischen und
gesellschaftlichen Begegnungen des Vereins. 1948 findet das
"Frankfurter Turntest" statt, an dem Jacob Götzinger teilnahm und im
leichtathletischen
Dreikampf unter 164 Teilnehmern den 23. Rang belegen konnte.
Die Währungsreform zur Neuordnung der Währung wurde
von den Besatzungsmächten
am 20. Juni 1948 durchgeführt. Die RM-Guthaben wurden zu
DM-Guthaben
umgestellt. Von dem Kassenbestand des Vereins von RM 8694,1 1
verblieben DM 437,70.
1949 wird eine Schach- und Handharmonika-Abteilung ins Leben gerufen,
die im Verein nur eine kurze Bleibe fanden.
Dagegen erfreut sich die von Hilde S t i e r wieder
übernommene Kinderabteilung
eines sehr regen Zuspruches. 1950 wurde Willi Adam 1. Vorsitzender. Der
Verein übernahm anlässlich seines 75jährigen
Bestehens das Kreisturnfest des
Turnkreises Frankfurt, das am Samstag, dem 29. Juli, auf dem Sportplatz
eröffnet wurde und am Sonntag mit einem Festzug und einer
großen Turnschau endete.
Das Feldbergfest fand zum ersten Mal nach dem Krieg wieder auf dem
Feldberggipfel statt. Es war eine große Freude für
die Feldberggemeinde, als
am Vorabend des Festes, am 19. August, Dr. Walter Kolb den Anwesenden
mitteilen konnte, dass die Genehmigung zur Neugründung des Deutschen
Turnerbundes vorliege. 2200 Wettkämpfer und 90 Staffelmannschaften
beteiligten sich an diesem Fest.
Auf dem Deutschen Turntag am 2. September 1950 wurde in der Paulskirche
zu Frankfurt der Deutsche Turnerbund gegründet. Dieser
Zusammenschluss aller
Turner war das große Verdienst seines Vorsitzenden Dr. Walter
Kolb, Oberbürgermeister von Frankfurt am
Main.
1952-1963
1952
trennte man sich
gütlich von der Fußballabteilung, die wieder
zurück
zum "Sportverein 1920 Bonames" fand.
In der Generalversammlung vom 24. Mai im Lokal Götzinger kamen
die
Turnabteilung, die Handballabteilung und die Basketballabteilung (eine
Gründung
des Deutsch-Amerikanischen Jugendclubs GYA) überein, die
einzelnen Abteilungen
aufzulösen und gemeinschaftlich unter dem Namen "Turn- und
Sportverein
1875 Bonames e.V." ihre turnerischen und sportlichen Belange
durchzufahren.
Ernst Hasemann wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt. Oberturnwart
wurde Georg
Götzinger, Turnwart Friedel F i n k , Altersturnwart Peter
Jahn. Die weibliche
Jugend übernahm Hanna Fiebig, das Kinderturnen Hilde Stier.
Georg Hohmann wurde
Spielwart, und Jugendleiter Emil Port.
Es war fortan eine stete Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen.
Die
Kinderabteilung hatte über 100 Kinder, man besuchte das
Gaukinderturnfest in
Schwanheim, 14 Teilnehmer gab es beim Feldbergfest, und Georg
Götzinger fuhr
zum Landestreffen der älteren Turner nach Marburg.
Das Abturnen mit einem Werbemarsch durch die Ortsstraßen von
Bonames unter den
Klängen des Spielmannszuges des TV Kalbach war ein voller
Erfolg. Mit der Stadt
kämpfte August Kirchner um die Erhaltung der als
baufällig erklärten
Schulturnbaracke. Mit dem Bau der neuen Schule 1952 wurde sie jedoch
abgerissen.
Es wurde auf eine andere Baracke ausgewichen, die noch kurze Zeit zur
Verfügung
stand.
Im Sommer 1953 nimmt man an den Jugendspielen in Eschersheim, dem
Lohrbergfest,
den Lorsbachtalspielen, dem Kinderturnfest in Praunheim und dem
Feldbergfest
teil. Drei Vereinsmitglieder fahren zum Deutschen Turnfest nach
Hamburg, das vom
2. bis 9. August stattfand.
Am Weihnachtsball wird in der "Goldenen Gerste" eifrig geturnt, und
Friedel Fink kann eine große Turnriege vorstellen.
1954 wurde ein Grundstück von 1373 qm im
Kirschenwäldchen erworben und ein
Bauantrag auf Errichtung einer Turnhalle eingereicht. Die Halle sollte
im ersten
Bauabschnitt eine Größe von 13 x 13 in haben. Der
Kostenvoranschlag lag bei DM
44000,-. Eigenmittel waren nach dem Kauf des Grundstückes
nicht mehr vorhanden.
In drei weiteren Bauabschnitten sollte es eine stattliche Halle werden.
Doch es
kam nie dazu. Für Zuschüsse gab es keine festen
Zusagen. Das Sport- und
Badeamt machte Auflagen und war von dem Bauvorhaben überhaupt
nicht begeistert.
Immer wieder setzten sich August Kirchner und Ernst Hasemann ein, um
die
Vorstellungen des Vorstandes zu verwirklichen. Doch die Stadt hatte
andere
Pläne. Am 3. November 1955 teilte Herr Zimmer vom Sport- und
Badeamt dem
Vorstand mit, dass die Stadt eine Bezirksturnhalle in Bonames bauen
wolle, und
der Verein möchte seinen erworbenen Bauplatz an die Stadt
verkaufen.
Der Turnbetrieb wurde unter den schwierigsten Verhältnissen
aufrechterhalten. Nach dem Abbruch der zweiten Baracke wurde in einem
kleinen
Rohbau geturnt, der für die Schultoilettenanlage vorgesehen
war, aber durch die
inzwischen erfolgte Kanalisation nicht mehr benötigt wurde.
1956 wurde das 100.
Feldbergfest besucht, man feierte mit dem Radfahrverein "Wanderlust"
dessen 50jähriges Jubiläum.
Georg Götzinger wurde Ehren-Oberturnwart, Friedel Fink
Turnwart, Ria Haase
Frauenturnwartin, Walter Baum Männerturnwart. 1958 wurde
für die
Handballabteilung ein Trainer verpflichtet, der aber auch nicht
verhindern
konnte, dass einige Spieler abwanderten und wegen fehlenden Nachwuchses
schließlich die Handballabteilung aufgelöst werden
musste. 1959 wird der
Verkauf des Baugrundstückes an die Stadt Frankfurt durch die
Generalversammlung
einstimmig genehmigt.
Am 1. Juni 1961 wurde von den Gebrüdern Hans und Walter
Altmeyer sowie deren
Frauen Anneliese und Emmi eine Tischtennis-Abteilung
gegründet, die bereits
1962 eine Mannschaft zu den Kreismeisterschaften schicken
konnte.
1963-67
Am
22. Februar 1963 wurde
das Bürgergemeinschaftshaus "Haus
NIDDA" eröffnet. Der Bau dieses Hauses wurde durch die
Bereitschaft des
TSV Bonames, den vereinseigenen Platz der Stadt zur Verfügung
zu stellen, mit
ermöglicht. Es besteht hiermit eine moralische Verpflichtung
seitens der Stadt,
bei der Vermietung der Räume des Hauses NIDDA den TSV
vorrangig zu bedienen.
Im Turnen erhoffte man sich nun eine große
Aufwärtsentwicklung, die auch im
Laufe der Jahre eintrat. Zunächst einmal musste der Verein von
unten neu
aufgebaut werden.
Nach einer schweren Erkrankung des 1. Vorsitzenden Ernst Hasemann trat
man 1965
an Walter Baum heran, der seit 1949 aktiv im TV Kalbach turnte, einen
neuen
Vorstand mitzubilden.
1. Vorsitzender wurde Willi G r i e s , Stellvertreter Dieter
Griebenow,
Schriftführer Heinrich Cyriax , Kassierer Norbert 0pitz ,
Oberturnwart Walter
Baum.
Am 2. Oktober 1965 wurde im Haus NIDDA die 90-Jahr-Feier festlich
begangen, die,
gut vorbereitet durch den Festausschuss (Baum, Gries, Opitz), die erste
öffentlichkeitswirksame Veranstaltung des Vereins im Haus
NIDDA war.
Turnerinnen und Turner gestalteten ein buntes Programm.
Der Gauvorsitzende Heinrich H a a s überreichte die Ehrennadel
des Deutschen
Turnerbundes an Ernst Hasemann, August Kirchner, Georg
Götzinger, Hanna Fiebig
und Hilde Stier.
Am Abturnen beteiligten sich 95 Kinder und Jugendliche, zu dem der
Gesangverein
"Maienquartett" einen Wanderpreis stiftete mit der Auflage, dass
dieser Wanderpreis endgültig an den Sieger des Abturnens 1975
(100jähriges
Jubiläum) vergeben wird.
Dieter Ziegler nahm als erster den Wanderpreis entgegen.
Mit 17 Wettkämpfern nimmt man am 4. Hessischen Landesturnfest
in Offenbach
teil, von denen 13 Sieger wurden.
Im Dezember bestreitet man einen Gerätewettkampf der
Jugendturner gegen den TV
Kalbach.
Mit 550 Mitgliedern ist der TSV zum größten
Bonameser Verein geworden.
1966 verstarb der langjährige Vorsitzende Ernst Hasemann, der
auch in den
schwierigsten Zeiten bereit war, die Geschicke des Vereins zu lenken.
In diesem
Jahr wurden die Satzungen überarbeitet, eine
Vereinszeitschrift geschaffen, die
jedoch nur ein kurzes Dasein führte.
Die Tischtennis-Abteilung wurde Meister der B-Klasse und schaffte damit
den
Aufstieg in die A-Klasse, der sie noch heute angehört.
Mit einem großen Aufgebot fuhr man zum Landestreffen der
Älteren nach
Eschwege.
Durch Wohnungswechsel musste Willi Gries aus dem Vorstand ausscheiden.
Dieter Griebenow übernahm den Vorsitz im Verein. Ria Haase
wurde 1.
Schriftführerin.
Die intensive Aufbauarbeit unserer Übungsleiterinnen und
Übungsleiter führte
zu großen Erfolgen. Siegfried F e h n baute eine
Leichtathletikgruppe auf, in
der zunächst Christel G ö n s c h vordere
Plätze belegte.
1967 fand ein Runden-Vergleichskampf des Kunstturner-Nachwuchses
zwischen TV
Eschersheim, TV Niederursel, TV Kalbach und dem TSV Bonames statt, den
der TV
Eschersheim gewann. 125 Turner und 95 Turnerinnen nahmen 1967 an 21
Wettkämpfen
oder Turnfesten teil.
25 Teilnehmer fahren zum 9. Bundestreffen der älteren Turner
und Turnerinnen
nach Stuttgart.
1968-1972
1968
wurde Werner
Hohmann1. Vorsitzender.
Höhepunkt des Jahres war das Deutsche Turntest in Berlin vom
28. Mai bis 2.
Juni, an dem sich sechs Teilnehmer aktiv beteiligten: Ria Haase, Ulrike
Baum,
Walter Baum, Georg Götzinger, Norbert Opitz und Peter
Flöttmann. Am Deutschen
Vereinsturnen nahmen teil: Ria Haase, Ulrike Baum, Doris
Henß, Toni Hohmann,
Norbert Opitz und Walter Baum.
1969 wurde neben den allgemeinen Wettkämpfen und Bergfesten
das Hessische
Landestreffen der älteren Turner und Turnerinnen in Bad
Homburg besucht.
28 Teilnehmer fuhren vom 16. bis 19. Juli 1970 zum 5. Hessischen
Landesturnfest
nach Kassel; 15 nahmen an den Wettkämpfen teil. Im Kampf der
Leistungsklasse
111 wurde Gisela K r ä m e r Landessiegerin. Norbert Opitz
schied durch Wegzug
aus dem Vorstand aus, Anni Kasan wurde 1. Kassenwart.
1971 war ein erfolgreiches Jahr. Bei den Gau- und Landesmeisterschaften
konnten
unsere Teilnehmer sechsmal einen 1. Sieg erringen.
Stadtmeisterschaften im Geräteturnen
(Boden und Schwebebalken): Doris Gutsche
Hess. Turnmeisterschaften Kelsterbach: Gisela Krämer
Vergleichskampf TG Mittellahn-Frankfurt: Erich Krämer
Im November 1971 wurde durch die Initiative von Helene K r ä m
e r eine
Ballettgruppe innerhalb der Turnabteilung gegründet. Mit 16
Mädchen fing die
Ballettlehrerin Fr. Schulz an. Die Abteilung hat sich sehr schnell
vergrößert
und hat heute ca. 90 Mädchen, so dass 1973 der Ballettlehrer
Lindon Barnshaw
hinzukam.
1972-1975
Die
Jahre 1972, 1973 und 1974 waren dem Ausbau der bestehenden Abteilungen
vorbehalten.
Mit Kurt Arbeitlang kam 1972 ein Kassenwart in den Vorstand, der
über sein Amt
hinaus dem Verein verwaltungsmäßig besondere Impulse
gab.
Für die Knaben wurde der Turnlehrer Helmut Kalbskopf
verpflichtet.
Am 6. Juni fand ein Vergleichskampf der Turngaue Mittellahn, Feldberg
und
Frankfurt statt. Dank der Mithilfe unserer Frauen konnten wir im Haus
NIDDA 150
Gäste bewirten.
Im Oktober wurde eine Volkswanderung entlang der Nidda nach Bad Vilbel
organisiert und mit großem Erfolg ausgetragen.
Die Tischtennis-Abteilung unter Leitung von Walter Altmeyer fand einen
starken
Zuspruch, nachdem nun auch sonntags vormittags trainiert werden kann.
Gerhard
Dettmar wurde mehrmaliger Vereinsmeister. Die TT-Abteilung spielt heute
mit 3
Herren-, 1 Damen- und 1 Schüler Mannschaft in den Frankfurter
Kreisklassen.
Mit dem TV Kalbach wurde 1973 eine Trainingsgemeinschaft für
das
Leistungsturnen der Knaben vereinbart.
Höhepunkt aller Veranstaltungen im Jahre 1973 war das Deutsche
Turnfest in
Stuttgart vom 12. bis 17. Juni. 22 Jugendliche, Turnerinnen und Turner
erlebten
eines der schönsten Turnfeste der Nachkriegszeit. Ingrid
Klubertanz, Ria Haase,
Doris Gutsche, Monika Kasan, Hanna Fiebig, Sigrid Müller,
Heimke Bick, Marion
Hangula, Toni Hohmann und Doris Gerhardt nahmen am Vereinsturnen teil.
Gisela Krämer erzielte bei dem als Deutsche Meisterschaft
ausgetragenen 6Kampf
der Jugendturnerinnen den 10. Rang.
Doris Gutsche wurde im 4-Kampf der Jugendturnerinnen 47. Siegerin.
Alle anderen Wettkämpfer - Monika Kasan, Ingrid Klubertanz,
Ria Haase, Dieter
Schmidt, Erich Krämer, Peter Jahn und Georg Götzinger
- nahmen am
Turnfest-Wettkampf teil und waren zwischen dem 133. bis 2157. Rang zu
finden.
Ein weiterer Höhepunkt des Jahres waren die Hessischen
Turnmeisterschaften in
Nieder-Eschbach, bei denen Gisela Krämer im Deutschen 6-Kampf
Juti L11 und
Monika Kasan im leichtathletischen 3Kampf Juti B 11. Siegerin und
hessische
Meisterinnen wurden. 1973 trat Werner Hohmann zurück. Das Amt
des 1.
Vorsitzenden wurde von Walter Baum kommissarisch übernommen,
bis in der
Jahreshauptversammlung 1974 Werner Huck zum 1. Vorsitzenden
gewählt wurde. Er
stellte dieses Amt jedoch bereits nach wenigen Monaten infolge
beruflicher
Überlastung wieder zu Verfügung.
Den 1. Vorsitz übernahm der bisher stellvertretende
Vorsitzende Horst Looß
kommissarisch, bis ihn die Jahreshauptversammlung 1975 in seinem Amt
bestätigte.
Weihnachten 1973 wurde wieder eine Vereinszeitung ins Leben gerufen.
Unter den
Pressewarten Helmut und Ulrike Kalbskopf erschien die erste Ausgabe der
"TURN-TSAI-TUNG".
1974 wurde an 14 Meisterschaften und Turnfesten mit insgesamt 277
Wettkämpfern
teilgenommen.
Zum Landestreffen der Turnerinnen und Turner fanden sich in Darmstadt
14 Frauen und Männer ein. Marion Hangula wurde
2. Siegerin im Mehrkampf Turnerinnen IV.
Toni Hohmann, Doris Henß und Hanna Fiebig nahmen mit der
Mannschaft des
Turngaues Frankfurt am Gruppenwettstreit teil und gewannen den
Wanderpreis.
Christel Eigenbrodt, Anneliese Looß, Sigrid Müller,
Gertrud Zecha, Ingrid
Horn, August Schneider, Georg Götzinger, Georg Fiebig, Peter
Jahn, Peter
Flöttmann und Walter Baum belegten mittlere Plätze.
Bei den leichtathletischen Mehrkampfmeisterschaften des TG Frankfurt
wurden
Sylvia Franke, Alfred Roth und Nikolaus Franke jeweils 1. Sieger,
ebenso bei den
Gau-Kunstturnmeisterschaften Doris Gutsche im 8-Kampf L 11, bei dem
Lohrbergfest
und den leichtathletischen Herbstwettkämpfen Monika Kasan im
3-Kampf Juti B.
Auf dem Scharlachbergfest gewannen unsere Schülerinnen Jasmin
Seib, Birgit
Biaesch, Jutta Henß und Sylvia Franke die 4 x 75-m-Staffel.
Seit November 1974
trainiert Turnlehrer Karl Michel die Leistungsgruppe Turnerinnen.
Mit 602 Mitgliedern, davon 103 Knaben und 197 Mädchen, geht
der Verein in das
zweite Jahrhundert seines Bestehens. 16 ehrenamtliche
Übungsleiterinnen und
Übungsleiter sowie 4 lizenzierte Turn- und
Ballettkräfte betreuen in 37
Wochenstunden ca. 500
Aktive.
Das
Jubiläumsjahr 1975
Die
umfangreichen
Vorbereitungen des Festausschusses wurden durch einen
nahezu reibungslosen Ablauf der geplanten Aktivitäten belohnt.
Dank der vielen
Helfer, die mit sehr viel Engagement wo immer es nötig war
zupackten, konnte
der Vorsitzende Horst Looß zufrieden auf das Festjahr 1975
zurückschauen.
Besonders zu erwähnen wäre in diesem Zusammenhang,
dass zwei Veranstaltungen,
die bis heute - wenn auch in abgewandelter Form - noch stattfinden, im
Jahr des
100sten Geburtstages des TSV eingeführt wurden: der
Frühschoppen und ein
Spieltest für Kinder.
1976-1986
Nach
einer
großen Feier kommt
bekanntlich entweder eine
gewisse Katerstimmung
auf, oder die gewaltige Anstrengung fordert eine Regenerationsphase. In
den
Jahren 1976 / 1977 waren zwar die Turnstunden nach wie vor gut besucht,
und auch
bei den Wettkämpfen zeigte sich der TSV in guter Verfassung,
aber es lief alles
ein wenig nach dem Prinzip "weiter so", was in unseren schnelllebigen
Zeiten schon fast Rückschritt bedeutet.
Als der damalige Vorstand auf Betreiben des Jugendwartes 1976 eine
Jugendordnung
als Ergänzung zur im Jahre 1975 neugefassten Satzung in der
Jahreshauptversammlung zur Abstimmung stellte, wurde dies abgelehnt.
Man begriff
dies seinerzeit nicht als Schritt in die Zukunft, sondern eher als
Misstrauen
gegenüber der älteren Generation, die
überzeugt davon war, ohnehin alles für
die Jugend zu tun. Heute müsste ein Verein ohne eine
Jugendordnung bei der
Vergabe von Zuschüssen Nachteile in Kauf nehmen.
Lange Zeit waren die Gerätturnerinnen sehr erfolgreich, der
Verein konnte aber
nicht rechtzeitig genügend Nachwuchs finden, um diese Position
zu behaupten,
andererseits erlebte aber die Leichtathletik und die
Mehrkämpfer (Turnen und
Leichtathletik) einen Aufschwung und konnten sich über mehrere
Jahre hinweg
immer wieder bis zu Deutschen Meisterschaften hin qualifizieren. Bei
den
Bergturnfesten, die damals eine Renaissance erlebten, waren die
Jugendlichen des
TSV besonders bei den Staffeln sehr erfolgreich. Vielleicht hing das
auch damit
zusammen, dass hier Veränderungen stattfanden, die Sport im
Verein auch für
Jugendliche attraktiv erscheinen ließen. So waren die
Wettkämpfe dank des Engagements der Jugendwartin Doris Gutsche
sehr häufig mit Fahrten und Zeltlagern gekoppelt, die sich
steigender
Beliebtheit erfreuten.
Im Jahre 1978 wurde in Bonames die Gründung eines
Vereinsringes ins Auge
gefasst. Beim TSV, der etwa 600 Mitglieder zählte, traten der
Vorsitzende Horst
Looß, sein Stellvertreter Horst Hangula und die
o
Konsequente Erweiterung
des Angebotes im
Kleinkinder und Kinderbereich
o
Verfolgung des Zieles
Hallenneubau auf allen
Ebenen (sehr mühsam)
o
Ausbildungsoffensive
für die Qualifizierung
von Übungsleitern
Daneben gab es die Dauerbrenner, die brandaktuell klingen:
o
Kontrolle der
Mitgliedschaft in den
Übungsstunden
o
Ordnung im
Geräteraum
Zentrales Ereignis in diesem Zeitraum war ohne Zweifel das Deutsche
Turntest
1983 in Ffm. Die Gastgeberrolle der Stadt machte es erforderlich, dass
auch von
unserem Verein eine große Anzahl von Helfern
benötigt wurde. Das ging von der
Betreuung von Teilnehmern in den Quartieren (August-Jaspert-Schule)
über die
Tätigkeit als Kampfrichter bis zum Helfen bei den
Internationalen Lehr- und
Schauvorführungen auf dem Messegelände. Viele
verzichteten dafür sogar auf
einen Teil ihres Jahresurlaubs, um zum Gelingen dieses Festes
beizutragen. Aber,
eisern wie Turner nun mal sind, die Teilnahme am Wettkampf stand trotz
aller
Zusatzbelastungen nie in Frage.
Unvorstellbar für die heutige Zeit sind die Diskussionen und
Ängste, die
entstanden, als wir den Mitgliedsbeitrag nur noch per
Überweisung bzw. (was
seinerzeit als noch schlimmer empfunden wurde) durch Einzug vom
Girokonto
erhoben. Der regelmäßige Hausbesuch des Kassierers
entfiel deswegen (unser
Ehrenmitglied Hilde Stier hatte diese Arbeit viele Jahre lang
gewissenhaft
erledigt), was von einigen Vereinsmitgliedern als Verlust an
persönlicher
Verbundenheit begriffen wurde. Andere wurden durch die Anschreiben
daran
erinnert, dass sie "noch" Mitglied waren und traten aus, wieder andere
erkannten wir beim Durchforsten unserer Kartei als "Leichen", was
folgerichtig dazu führte, dass wir unsere Mitgliederzahl nach
unten korrigieren
mussten.
Eine kleine Gruppe von Aktiven schickte sich in diesen Jahren an, eine
Entwicklung in Gang zu setzen, die heute aus unserem Programm nicht
mehr
wegzudenken ist. So wie viele der progressiven Unternehmer ihre
Erfolgsgeschichte in einer Garage starteten, begann die unsrige in
einem knapp
2,20m hohen Kellerraum des Hauses Nidda, der eigentlich
überhaupt nicht geeignet
war. Die Rede ist von den bescheidenen Anfängen des Trainings
mit Gewichten und
einfachsten Kraftmaschinen.
Tagesausflüge mit einem Reisebus in andere Gegenden
Deutschlands, häufig
verbunden mit Besichtigungen oder Rätsel-Rallyes trugen dazu
bei, trotz
steigender Mitgliederzahlen die persönliche
Atmosphäre im Verein zu pflegen.
Doris Kuch, die schon lange Jahre im Vorstand als Jugendsprecherin,
Jugendwartin
und dann als Pressewartin tätig war, übernahm das Amt
des Oberturnwartes von
Walter Baum, der sich nach vielen Jahren engagierter Arbeit
zurückzog. Dieter
Kuch bekleidete - zunächst kommissarisch - die Position des
stellvertretenden
Vorsitzenden und brachte neuen Schub in die
Sporthallendiskussion.
1986-1990
Das
Reaktorunglück von Tschernobyl machte uns allen deutlich, dass
auch
Sport nicht auf einer Insel der Glückseligkeit stattfindet,
sondern im Hier und
Jetzt mit all den Dingen konfrontiert wird, die in der
Realität ablaufen. Wir
alle waren massiv verunsichert, ob wir mit den Kindern im Freien Sport
treiben
konnten, viele Wettkämpfe der Leichtathleten fielen aus. Das
wäre ja noch
alles erträglich gewesen, wenn uns überhaupt jemand
hätte sagen können, wie
wir uns denn verhalten sollten. Statt dessen empfanden wir unsere
Ohnmacht und
Unwissenheit als innere Zerreissprobe. Wie sollten wir Verantwortung
für unsere
Kinder und Jugendlichen übernehmen, wenn uns kein Mensch auch
nur den
entferntesten Hinweis dafür geben konnte, wie verantwortliches
Handeln in der
gegebenen Situation denn aussehen könnte?
Dennoch gab es neue Aktivitäten, so wurde am 7.9.86 der erste
Bonameser
Volkslauf gestartet. Im September 1987 wurde bei der zweiten Auflage
dieser
Veranstaltung die Zeit erstmals per Computer genommen. Etwas ganz Neues
im
Übungsangebot war die Krabbelgymnastik für
Säuglinge - von Doris Kuch
etabliert. Die Turnstunden im Kleinkinderbereich platzten aus allen
Nähten, was
zu Aufnahmestopps in diesem Bereich führte.
1990 veranstaltete der TSV letztmals einen Großen
Faschingsball in eigener
Regie, damit ging eine 25 Jahre andauernde Tradition zu
Ende.
1991-1995
Eine Phase der totalen
Veränderung", so könnte man diese Jahre
umschreiben. Bedingt durch die neu gebaute Sporthalle und den Umbau des
Hauses
Nidda ergaben sich völlig neue Perspektiven für den
TSV. Wir hatten die
Möglichkeit Sportarten anzubieten, die bisher nicht
ausgeübt werden konnten,
wie z. B. Badminton, Volleyball, Handball, Basketball etc. Allerdings
bedurfte
es der Abstimmung mit den umliegenden Vereinen, damit wir uns nicht
gegenseitig
die Interessenten wegschnappten. Endlich gab es auch Platz für
ein
differenziertes Angebot im Bereich der Gymnastik, und durch den
Kraftraum war es
möglich, so etwas wie ein "Fitness-Studio" einzurichten. Der
neu
gestaltete Saal des Bürgerhauses Nidda eröffnete uns
Chancen, das Thema
"Sport und Gesundheit" in verschiedenen Gruppen konkret in die Praxis
umzusetzen. In dieser Situation kam uns zugute, dass wir schon Jahre
vorher
immer wieder Mitglieder dazu animiert hatten, sich zu
Übungsleitern ausbilden
zu lassen.
Während der Bauphase 1990 - 1992 musste manche
Übungsstunde auf Umwegen
erreicht werden, weil Flure, Nebenräume und Zugänge
eine permanente Baustelle
waren. Vorstandssitzungen fanden häufig in Privatwohnungen
oder in örtlichen
Gasthäusern statt.
Erfreulich war, dass unser Angebot an sportlichen Aktivitäten
bei den Bewohnern
des Stadtteiles ankam und in einem Umfang angenommen wurde, den wir so
nicht erwartet hatten - die Mitgliederzahl des TSV wuchs rapide. Die Anfang
1993 eingerichtete Geschäftsstelle erwies sich als dringend
notwendig, um die organisatorischen Belange bewältigen zu können.
Ebenso wichtig war und ist es,
einen zentralen Anlaufpunkt für Mitglieder,
Übungsleiter und Vorstand zu
haben. Dies funktioniert bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt, weil
Dieter Kuch die Verwaltungsstruktur unseres Vereins in hervorragender Weise effizient
gestaltet hat und sie stets neuen Erfordernissen anpasst.
Bei all den Veränderungen blieb es natürlich auch
nicht aus, dass die
Vereinssatzung neu gefasst werden musste. Seit 1994 gibt es einen
"Geschäftsführenden (kleinen) Vorstand" bestehend aus:
Vorsitzender, Stellvertretender Vorsitzender. für Organisation,
Stellvertretender Vorsitzender für Finanzen,
Vorstandsmitglieder für Turnen und Sport, - für
Schriftverkehr, Presse und Werbung, - Jugendangelegenheiten
und einen "Erweiterten (großen) Vorstand", der sich zusammensetzt
wie folgt:
der Vorstand, die Leiter der Abteilungen, die Leiter von Ausschüssen.
Diese Struktur soll trotz der unübersichtlicher werdenden Größe des
Vereins gewährleisten, dass möglichst alle Mitglieder
und Sparten ihre
Interessen in die Arbeit des Vorstandes einbringen können.
Mit wachsender Bedeutung des TSV ergaben sich im Laufe der Zeit auch
Kontakte zum Jugendhaus Am Bügel. Hieraus entstand eine nicht immer
reibungslos funktionierende aber immer noch bestehende Kooperation. Dabei ging es
u.a. darum, Hemmschwellen, die Jugendliche daran hindern, einem Sportverein
beizutreten, abzubauen, aber auch in den Köpfen der Betreuer
das Klischee vom
spießigen "Vereinsmeier" zu korrigieren. Außerdem
spricht ja eigentlich nichts dagegen, die Kompetenz eines Jugendhauses und eines
Sportvereines zum Wohle von Jugendlichen zu bündeln, zumal es
heutzutage unbestritten ist, dass der Sport einen wichtigen Beitrag bei der
Vermittlung sozialer und ethischer Werte leisten kann.
Wir erfuhren hierbei sehr viel Unterstützung durch die
Sportdezernentin, Frau
Schenk und das Sport- und Badeamt der Stadt Ffm, weil ein Interesse
bestand, die
Möglichkeiten eines solchen Projektes in der Praxis
auszulosen. Allen
Beteiligten war klar, dass Sport weder soziale Politik noch
Jugendhäuser
ersetzen kann, aber einen Beitrag zur qualitativen Verbesserung zur
Situation
Jugendlicher, das kann Sport allemal leisten.
Derartige Vorüberlegungen veranlassten uns, am Internationalen
Jugendcamp
1995/96 als Mitveranstalter teilzunehmen. Dieses Projekt war
Bestandteil des
"Hessischen Jugendaktionsprogramm gegen Gewalt, Rechtsextremismus und
Fremdenfeindlichkeit" und wurde von der Hessischen Landesregierung
unterstützt. Die Kletterwand in der Sporthalle,
die sich ganz speziell bei Kindern und Jugendlichen immer noch
größter
Beliebtheit erfreut, wurde im Rahmen des Jugendcamps konzipiert, um
neben anderen Aktivitäten auch einen "Erlebnissport" praktisch
erproben zu können.
Mittlerweile hat sich die Kooperation mit dem Jugendhaus Am
Bügel dahingehend
entwickelt, dass Jugendliche, die Interesse an Sport haben, wissen, im
TSV Bonames gibt es die entsprechenden Möglichkeiten sich aktiv zu
betätigen. Es
ist also ein Stück Normalität eingekehrt, wie ich
meine, zu beiderseitigem Nutzen.
Ein weiteres Beispiel für die Offenheit, mit der man
heutzutage als Sportverein
zu einer humaneren Gesellschaft beitragen kann, stellt das
jährlich
stattfindende "lntegrative Sport- und Spielfest" in der
Leichtathletikhalle Kalbach dar. Dieter und Doris Kuch haben sich
dafür eingesetzt, dass seit 1994 der TSV als einer der Ausrichter dieser
Veranstaltung
ist, bei der Behinderte und Nichtbehinderte, Kinder und Erwachsene
einen Nachmittag voller Aktionen und Spielmöglichkeiten
genießen dürfen. Aus dieser
Aktivität entwickelte sich das Angebot Integrationssport im
TSV.
Ab 1994 gibt es in Kooperation mit der August-Jaspert-Schule eine
Übungsstunde
für wahrnehmungsgestörte Kinder, die von einer
Motopädin geleitet wird.
Im Jahre 1993 konnten wir unser 1000. Mitglied
begrüßen.
Aber in diesen Zeitraum fielen auch weniger positive Entwicklungen. So
erhob nach langen Jahren die Stadt Ffm ab 1994 Mietbeiträge
für die Benutzung der
öffentlichen Sportstätten. Die Diskussionen in den
Jahren 1993/94, als in
kurzen Abständen immer wieder neue Zahlen in der
Öffentlichkeit kursierten,
die Unsicherheit, ob derartige Beträge überhaupt
aufgebracht werden könnten,
zerrten gewaltig an den Nerven. Und die Unsicherheit, ob unsere
Mitglieder die
notwendige erhebliche Erhöhung der Beiträge mitmachen
würde, war groß. Aber
zum Glück verließen entgegen unseren Erwartungen
deutlich weniger Mitglieder
unseren Verein als befürchtet, obwohl wir ab 1994 die
Beiträge verdoppeln
mussten.
1996-2000
Die
Mitgliederzahl
unseres Vereins stieg
weiter, 1996 - als wir die
Kletterwand
einweihten - übergab die Sportdezernentin Sylvia Schenk
unserem 1500. Mitglied
ein Präsent. Im Jahr 2000 wurde die Grenze 2000
bei der Anzahl unserer Mitglieder überschritten.
Neben dem Volkslauf an Fronleichnam, der seit 1995 mit dem ehemaligen
Frühschoppen kombiniert ist, bietet die Läufergruppe
noch einen
"Neujahrslauf" Anfang Januar an.
Viele der o. g. Angebote wurden weiterentwickelt und verfeinert, im
Bereich der
Gymnastik gibt es immer wieder Veränderungen, die an den
Bedürfnissen unserer
Mitglieder orientiert sind. Den Kraftraum haben wir mittlerweile in
Eigenregie
komplett übernommen, d. h., wir sind die einzigen Dauermieter
des Raumes und
können dementsprechend ohne große
Formalitäten die Öffnungszeiten an die
Bedürfnisse der Nutzer anpassen. Insgesamt stellen die letzten
5 Jahre eine
Phase der Konsolidierung und Stabilisierung dar.
Die ständig umfangreicher werdende Verwaltungsarbeit, aber
auch das Bedürfnis
der Mitglieder, die Öffnungszeiten unseres Büros zu
nutzen, veranlassten uns,
Frau Else Weiß, die sich als Glücksgriff erwiesen
hat, einzustellen. Im Jahre
2000 initiierte der TSV die Aktion "Kein Rassismus in Bonames" der sich
nicht nur die Kirchengemeinden in Bonames, sondern auch viele Bonameser
Verein
anschlossen
2001-2009
Unser langjähriger 1. Vorsitzender Helmut Kalbskopf machte
wahr, was er schon einige Jahre angekündigt hatte, er zog sich nach
30jähriger engagierter Arbeit
im Verein aus der aktuellen Vorstandsarbeit zurück.
Als Ehrenvorsitzender
bleibt er aber dem Verein erhalten. Die schon einige Zeit im Vorstand
angedachte
Veränderung der Vorstandsstruktur wurde durch
Satzungsänderung im Jahr 2001
von der Mitgliederversammlung beschlossen.
Der geschäftsführende TSV-Vorstand
setzt
sich aus 7 Mitgliedern
zusammen, die jeweils einen umrissenen Aufgabenbereich
selbständig betreuen.
Auf die Funktion eines 1. Vorsitzenden wurde verzichtet.
Die Anstellung einer Gymnastiklehrerin als Halbtagskraft im Januar 2002
ermöglicht den weiteren Ausbau unseres
Übungsangebotes. Neue Möglichkeiten
der Kooperation ergeben sich dadurch. Mit dem evangelischen
Kindergarten in
Bonames wurde im Januar die Kooperation Verein/Kindergarten vereinbart.
Unsere
Gymnastiklehrerin betreut drei Kindergartengruppen im sportlichen
Bereich.
Auf der Mitgliederversammlung am 6.3.2003 wurden Hanna Fiebig
für 50-jährige
Übungsleitertätigkeit und 75-jährige
Mitgliedschaft geehrt.
Walter Baum bekam für 50-jährige Mitgliedschaft die
goldene Ehrennadel des
Vereins.


Im Jahr 2003 steigt die Mitgliederzahl auf über 2100. Erste
Hallenengpässe
zeigen sich. Insbesondere Stornierungen des Hauses Nidda und seiner
Clubräume
durch die Saalbau erschweren den Übungsbetrieb. Der Vorstand
verfolgt die Idee,
an die Turnhalle zwei Gymnastikräume anzubauen. Die
notwendigen Verhandlungen
mit der Saalbau und der Stadt Frankfurt verlaufen positiv. Anfang des
Jahres 2005
ist die Kosten-, Finanzierungs- und Zuschussfrage noch nicht
geklärt.
Ab 2004: Sportangebot am Riedberg
Im März 2004 bietet das Sportamt Trainingszeiten ab Herbst 2004 in der
Turnhalle am
Riedberg dem Verein an. Dieses Angebot nimmt der TSV selbstverständlich an.
Immer am Mittwoch gibt es ein breitgefächertes Sportangebot für Kinder,
Jugendliche und Erwachsene. Aufgrund der geringen Bewohnerzahl läuft es
am Anfang sehr ruhig an. Ab 2007 ist aber das Angebot voll angenommen.
Auch nutzen viele Bonameser die zusätzlichen Übungszeiten.
2005: Heinz-Lindner Preis
2005 erstellt der Verein eine ausführliche Broschüre, die die Leistungen des TSV
in den Bereichen Kinder- und Jugendarbeit sowie bei der Unterstützung von Rand-
gruppen und Integration von Ausländern zusammenfasst.
Der TSV bewirbt sich dabei um den Sportpreis der Stadt Frankfurt. Der TSV wird mit
einem zweiten Preis geehrt.
Bei einer Bewerbung um den Heinz-Lindner-Preis, der jeweils 6 hessischen Vereinen
verliehen wird, die sich im besonderem Maße für den Breitensport engagieren,
gibt es für den TSV Bonames sogar einen ersten Preis.
In der lsb h-Sportschule in Frankfurt überreichten lsb h- Präsident Dr. Rolf Müller,
der Vorsitzende des Landesausschusses Breitensport und Sportentwicklung,
Ralf-Rainer Klatt, und Hessens Innen- und Sportminister Volker Bouffier, die Urkunde
und einen Scheck an Vorstandsvertreter. „So hat sich die Jury beispielsweise für
einen Verein entschieden, der sich durch sein hohes soziales und integratives Engagement
verdient gemacht hat“, unterstrich Ralf-Rainer Klatt dabei das Jury-Votum für den
TSV 1875 Bonames. Zielsetzung des Frankfurter Vereins sei es, Sportangebote für
alle Altersstufen zu machen und dabei besonders Neubürger, ausländische Mitbürger,
Behinderte und sozial gefährdete Jugendliche zu integrieren. Dabei kooperiere der
Verein mit der Stadt Frankfurt, einem Behindertenwohnheim,
mit Schulen und der Kirchengemeinde wie auch mit dem lsb h-Projekt „start“.
2006-2008: Bau der Gymnastikhalle
Im Juni 2006 beschließt die Mitgliedervsammlung die Errichtung
von zwei Gymnastikhallen. Intensive Vorplanungeen zeigten die
Option auf,
neben der existieren Turnhalle auf einer nicht bebauten Fläche
eine eigene Sportmöglichkeit für die Mitglieder zu errichten.
Trotz grossem Engagements zieht sich das Projekt aber hin, da
zahlreiche Genehmigungen
eingeholt werden müssen, Verträge geschlossen werden und auch
die finanziellen Seiten
fixiert werden.
Im Juli 2007 wird das Projekt bundesweit ausgeschrieben. Im September
2007 wird der Auftrages an einen Generalunternehmer erteilt.
Mitte 2008 ist der Rohbau errichtet. Die Nutzung der nun 2 neuen
Gymnastikhallen und des Mehrzweckraumes beginnt im November 2008.
2008: Sportpreis Frankfurt, Schlappekickerpreis, Beginn der Nutzung unserer Gymnastikhallen
Die
Stadt Frankfurt verleiht alle zwei Jahre - erstmals im März 2006 -
den
Sportpreis "Sport kennt keine Grenzen" an Personen, Vereine oder
Organisationen, die sich in herausragender Weise für die
Förderung und
Umsetzung der gesellschafts-integrativen Funktion des Sports in
Frankfurt einsetzen und mit vorbildlichen Beispielen zeigen, wie
Grenzen durch und im Sport überwunden werden können.
2008 wird der
TSV Bonames ausgezeichnet. Im Rahmen einer Veranstaltung im Frankfurter
Römer zeigte die Breakdance-Gruppe, wie Jugendliche verschiedener
Herkunft mit viel Freude zusammen Sport betreiben können. Beim
Integrativen Sportfest in der Leichtathletikhalle in Kalbach
würdigt die Schlappekicker-Stfitung der Frankfurter Rundschau
unsere vorbildliche Arbeit im Bereich der Integration.
Am 3.11. wird der Sportbetrieb in unseren beiden neuen
Gymnastikhallen aufgenommen. Gleichzeitig wird unserer Sportangebot
erweitert.
2009:Einweihungsfeier Gymnastikhalle, INTERNATIONALES DEUTSCHES TURNFEST IN FRANKFURT
Am 24. Januar weihen wir mit einer kleinen Feier, Vorführungen und
Mitmach-Angeboten unseren Neubau ein. Mit Martin und Sven Klimek stellt
der TSV die Bonameser Stadtteilbotschafter 2009/2010. Die Stadt
Frankfurt am Main
zeichnet im März Doris und Dieter Kuch mit der Frankfurter
Sportplakette aus. Vom 30.5.-5.6. fand das Internationale Deutsche
Turnfest in Frankfurt statt. Unser Verein betreute ca. 300 Gäste
des Turnfestes in der August-Jaspert-Schule. Das 18. Integrative Sport-
und Spielfest in der Leichtathletikhalle in Kalbach wird erstmals
nicht mehr von der Stadt Frankfurt ausgerichtet. Der TSV
Bonames und der RSC Frankfurt haben diese Aufgabe übernommen.
2010-11
Der Volkslauf des TSV
Bonames wurde
2010 erstmals wieder als Einzelveranstaltung außerhalb des Mainlauf
Cups durchgeführt. Erwartungsgemäß führte dies zu einer
geringeren Teilnehmerzahl im 10km und 2 km Lauf. Positiv wurde
vermerkt, dass die Atmosphäre der Veranstaltung lockerer und
entspannter als zuvor ist.
Die Nutzung der neugebauten
Gymnastikhalle wurde weiter verbessert, da die Kombination aus
interessanten sportlichen Angeboten und neuen Gebäude zu verstärkter
Nachfrage führte. Auch am Wochenende erfolgt inzwischen durch
Vovinam und Tanzgruppen eine regelmäßige Nutzung.
Mit einer „Bewegte
Betreuung“ wird ab August 2011
eine qualifizierte Nachmittagsbetreuung für Schulkinder der
August-Jaspert-Schule angeboten. Es wurde intensive
Vorarbeit hinsichtlich Betreuer und Programm
geleistet, um ab dem Schuljahr 2011/12 den Kinder diese Option zu bieten.